Hirschbach NO Aus Liebe zu unserer Heimat gegen eine 3. Startbahn.
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Geschichte von Hirschbach


Seinen Namen leitet das Dorf vom Hirschbach ab, der das Tal durchzieht und an dem sich in frühester Zeit, als dieser noch viel Wasser führte, besonders die Hirsche wohl fühlten. Die am Hirschbach entstandene Siedlung wurde kurzerhand Hirschbach genannt.

Schon im Jahre 826 wird Hirschbach einmal urkundlich aufgeführt. Damals übergab ein Grundherr Namens Fritola seinen Besitz "den er am Orte hatte, den man allgemein Hiruzpach nennt", dem Freisinger Dom. Einige Jahre nach dieser Übergabe schenkt Isancrim ein Drittel seines Besitzes zu Hiruzpach der Pfarrkirche des hl. Martin. Die erste urkundliche Erwähnung Hirschbachs stammt aus dem Jahre 821. Dabei hat ein gewisser Isancrim ein Drittel seines Besitzes zu Hiruzpach nach Nörting verschenkt. Im Weihenstephaner Traditionskodex findet man im Jahre 1140 Adalpertus de Hirzpach und 1180 dessen Sohn Chounradus de Hirzpach als Zeugen verzeichnet.

Hier noch weitere Jahreszahlen und Daten aus Hirschbach:

  • 1138-47 Adalbertus de Hirzpach
  • 1143-58 Der Freisinger Ministriale Albert und seine Geschwister übertragen beim Eintritt ins Kloster ihr väterliches Erbe in Hirzpach
  • 1315 Filki von Kirchdorf, Hirspach
  • 1408 Hierspach
  • 1465 Hyerspach
  • 1524 St. Pankratius in Hirschpach
  • 1582 Hinc in orientem et aquilonem versus excurrens Halberthaw vocatur. Hirschpach
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Im folgenden habe ich ein paar Lagepläne, die die Veränderung über die Zeit zeigen und im Text darunter auch die ein oder andere Erklärung.

Hirschach 1830

Um die Pläne etwas vergleichen zu können, habe ich sie über- und nebeneinander gelegt.

Links sind zwei Pläne aus dem Bayernatlas. Mit dem Schieber in der Mitte lassen sich die beiden Pläne gut miteinander vergleichen. Der alte Plan (braun) ist eine so genannte "Uraufnahme". Eine Jahreszahl konnte ich dazu leider nicht ermitteln. Der neue ist der aktuelle Plan wie er auch im Lageplan zu finden ist. Interessant, was aus dem ehemals so kleinen Ort geworden ist.

Auf der rechten Seite ist ein Plan, der um das Jahr 1830 datiert werden kann. Interessanterweise konnte mein Vater zu dem Plan noch relativ viel erzählen. So war z.B. das Hüterhäusel (ganz oben) in Gemeindebesitz und einem Viehhirten für die Ortschaft vorbehalten. Nach den Aussagen meines Vaters war das auch in der Zeit eine sehr armselige Behausung, die nur das nötigste zu bieten hatte.
Von der Ziegelei, die etwa da stand wo heute die Hausnummer 21 steht, war auch noch lange Zeit ein Hopen (Hochdeutsch: kleine Erhebung) vom Brennofen zu sehen. Zu der Zeit wurde der Ton zum Brennen der Ziegel hinter der Ziegelei und westlich der heutigen Hausnummer 41 abgebaut. Wer sich das Gelände ansieht, kann das auch heute noch gut nachvollziehen. Für die Ziegelei waren auch (Gast)Arbeiter aus Italien in Hirschbach. Im Weiteren war der Stuber (Hausnummer 4) wohl auch eine kleine Gastwirtschaft. Mein Vater wusste aus Erzählungen seiner Großeltern zu berichten, dass es dort auch recht grob zur Sache gehen konnte. Die Rede war auch davon, dass damals mal "jemand abgestochen" wurde.
Meine Vermutung, dass auch beim Duscher Lehm für die Ziegelei abgebaut worden ist (meine Generation, geborener Hirschbacher, kennt den "Duscher Berg" sicher noch) war dagegen falsch. Dort wurde von den Hirschbachern und Kirchdorfer Bauern der "Murgel" (kalkhaltige Erde) entnommen und dem Mist als Dünger beigemengt.
Im Plan habe ich die alten Hausnummer mit aufgeführt. Wer genaueres zu den alten Höfen wissen möchte, kann sich in der Übersicht der Höfe umschauen.


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Die Geschicke der Ortschaft Hirschbach waren zu allen Zeiten sehr eng mit denen Kirchdorfs verbunden. Auch heute gehört Hirschbach zur Gemeinde und Pfarrei Kirchdorf. Die Kinder des Ortes besuchen den Kindergarten bzw. die Grundschule in Kirchdorf. Trotz einiger Nachteile, die mit der Abgelegenheit des Ortes verbunden sind, fühlen sich die Bewohner Hirschbachs in ihrem schönen Dorf sichtlich wohl.